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Pressemitteilung
- Ärzte-Union Brandenburg -
Nummer 1/2004
Unwürdiges Schwarzer-Peter-Spiel der Ministerin!
Potsdam, 22. Januar 2004. Als „unwürdiges Schwarzer-Peter-Spiel“ bezeichnete der Vorsitzende der Ärzte-Union Brandenburg, Dr. Peter Noack, die jüngsten Äußerungen der Bundesgesundheitsministerin zum angeblichen Versagen der Selbstverwaltung. „Wer ein Gesetz derartig schlampig formuliert, muss sich an die eigene Nase fassen, wenn es diese Probleme bei der Umsetzung gibt“, sagte Noack.
Scharf kritisierte der in Cottbus niedergelassene Chirurg die Darstellung der Ministerin, Ärzte und Kassen hätten ihre Hausaufgaben nicht gemacht und bewusst Zeit unnütz verstreichen lassen. „Frau Schmidt sollte vielmehr glücklich sein, dass wir Ärzte im Interesse der Patienten unsere Arbeit getan haben – auch wenn viele der neuen gesetzlichen Regelungen falsch und eigentlich undurchführbar waren“, stellte Noack fest.
Angesichts dieser Realität mit der großen Keule zu drohen und die Kassenärztlichen Vereinigungen - wieder einmal – in Frage zu stellen, sei mehr als nur schlechter Stil. „Aber vielleicht sollten Sie nicht nur reden, sondern es einfach kraft Ihres Amtes tun, Frau Ministerin; eliminieren Sie die KVen und organisieren Sie die ambulante Medizin unter rein staatlicher Hoheit!“
Doch auch ein solches Vorgehen würde nichts daran ändern, dass die gegenwärtig politisch Verantwortung Tragenden die zusätzlichen Belastungen für Patienten und Ärzte beschlossen haben. „Nicht wir Ärzte wollten verschärfte Regelungen für chronisch kranke Menschen, sondern das wollte die Politik! Nicht wir Ärzte wollten erhöhte Zuzahlungen für Medikamente, sondern das wollte die Politik! Nicht wir Ärzte wollten eine 10-Euro-Praxisgebühr, sondern dies wollte die Politik!“
Ansprechpartner:
Dr. Peter Noack, Vorsitzender der Ärzte-Union Brandenburg, Tel.: 0172/351 96 00
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