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PM KVBB 18.11.05

Krankenkassen ignorieren Notsituation brandenburgischer Arztpraxen!

KV Brandenburg fordert 7 Millionen Euro Sofortprogramm
pro Quartal, um ambulante medizinische Versorgung der Patienten aufrecht erhalten zu können

"Die brandenburgischen Krankenkassen sind nicht bereit, die finanzielle Notsituation, in der sich ein Großteil der Vertragsärzte befindet, anzuerkennen, geschweige denn abzuhelfen", stellte der Stellvertretende Vorsitzende der KV Brandenburg, Dr. Peter Noack unmittelbar nach Beendigung der heutigen Gespräche mit Vertretern der Kassen fest.

Diese ignorante Haltung sei unerträglich. "Allein die Tatsache, dass die Kassen nicht durch Mitglieder des Vorstandes, also solchen, die auch Entscheidungen treffen können, bei dem Gespräch vertreten waren, ist ein Indiz, welche Bedeutung die Kassen der jetzigen Situation beimessen."

Dr. Noack: "Wir fordern ein Sofortprogramm von mindestens 7 Millionen Euro pro Quartal! Ansonsten müssen weitere Praxen in Brandenburg aus wirtschaftlichen Gründen schließen."

Die Landesregierung sei umgehend über den Verlauf des Gespräches informiert und für Mittwoch Abend eingeladen worden, um in einem Spitzengespräch mit den Vertretern der Krankenkassen und der KV Brandenburg die Situation zu erörtern.

Es sei schlichtweg eine Lüge, wenn sich Vertreter der Kassen in der Öffentlichkeit hinstellten und behaupteten, es sei genügend Geld im System, die KV Brandenburg müsse es nur richtig verteilen! "Richtig ist: Die Kassen haben gemeinsam diese Form der Verteilung mit der KV beschlossen!", so Dr. Noack. "Wir mussten auf Drängen der Kassen Zugeständnisse bei der Honorarverteilung machen, die wir so nicht wollten - allein, ein Vertrag ist meistens ein Kompromiss.

PM 22-2005 vom 18.11.2005

 

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