|
Pressemitteilung
Ärzte-Union Brandenburg
Empörende Äußerungen der Gesundheitsministerin - treten sie zurück, Frau Schmidt!
Potsdam, 13. April 2004. Mit Entsetzen und extremer Empörung haben die ambulant tätigen Ärzte im Land Brandenburg die jüngste Veröffentlichung von Gesundheitsministerin Schmidt über ein sogenanntes „Schwarzbuch“ zur Kenntnis nehmen müssen.
Eine derartige Entgleisung in Inhalt und Ton der Verlautbarung ist von uns in keiner Weise zu akzeptieren. Damit stellt sich die Verfasserin außerhalb jeglichen Kommunikationsrahmens.
Das hier zur Diskussion stehende Gesundheitsmodernisierungsgesetz ist nach allgemeiner Auffassung derartig schlampig und schludrig zusammengeschrieben worden, dass bei Inkrafttreten das Chaos vorprogrammiert war. Wir alle haben es am eigenen Leib gespürt.Insbesondere unsere hausärztlich tätigen Kollegen mussten diese chaotischen Zustände abarbeiten.
Die Probleme, die die Gesundheitsreform mit sich gebracht hat, sind in erster Linie in den Arztpraxen zwischen Patienten und Praxispersonal aufgearbeitet worden und nicht dort, wo sie eigentlich hingehörten, nämlich am Schreibtisch der Politiker.
Gerade die hausärztlich tätigen Kollegen, die die Hauptlast dieser Gesundheitsreform schwer zu tragen hatten, verwahren sich auf das Entschiedenste gegen die vom Ministerium erhobenen böswilligen Unterstellungen.
Die Veröffentlichungen zeigen indes lediglich wie sehr die Nerven im Gesundheitsministerium blank liegen. Sie stellen den absolut untauglichen Versuch dar, den Hauptakteuren im ambulanten Gesundheitswesen - der Ärzteschaft - den schwarzen Peter zuzuschieben.
Es bleibt festzuhalten, dass mit dieser Veröffentlichung die Ministerin ihren Offenbarungseid geleistet und den Rahmen des sowieso bislang nur schwer Erträglichen endgültig gesprengt hat.
Angesichts dieses Desasters gibt es nur eine Lösung:
Frau Ministerin: Treten Sie zurück!
Dr. med. Bernhard Hausen
stellv. Vorsitzender der Ärzte-Union Brandenburg
Ansprechpartner: Dr. med. Bernhard Hausen
Tel.: 03381/800271
|