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PRESSEMITTEILUNG
6/2005
„Wir wollen keine Almosen, sondern tragfähige und dauerhafte Lösungen!“
„Diese Hinhaltetaktik der Krankenkassen ist unerträglich!“, sagte der Vorsitzende der Ärzte-Union Brandenburg, Dr. Werner Hessel. Mit Blick auf die gestrigen Gespräche zwischen den Kassen, der KV Brandenburg und unter Teilnahme der brandenburgischen Gesundheitsministerin stellte Hessel fest: „Wer sich angesichts der letzten Meldungen nicht verschaukelt fühlt, der muss ein sehr sonniges Gemüt haben.“
Wenn der Kassenfunktionär Bochat meine, nun könnten ja die Praxisschließungen aufhören, so „liegt er vollkommen falsch“. Offensichtlich hätten die Kassen nicht den Ernst der Lage begriffen. „Hier geht es nicht um ein wenig Unwillen der Ärzte, der sich artikuliert, sondern hier geht es um die nackte Existenz!“ „Die Proteste werden nicht beendet, sie werden ausgeweitet!“, so der Beeskower Hausarzt. Die Ärzte-Union Brandenburg schlage Praxisschließungen landesweit für den 9.12. als Protest gegen die Blockadehaltung der Krankenkassen, gegen das unrechtmäßige Vorenthalten von den Ärzten zustehenden Honoraren vor.
Diese Summen würden nicht als Almosen, sondern als rechtmäßige Begleichung von ausstehenden Honorarforderungen gefordert. Hessel ergänzte dazu: „Wir fordern Regelungen, die die wirtschaftliche Situation der Arztpraxen wieder auf eine gesunde Grundlage stellen, und zwar über das Quartal 2/05 hinaus! Wir fordern mittelfristig eine Honorierung in Euro und Cent und erwarten klare Signale von der Politik in dieser Richtung.“
Die Patienten sollten von den Ärzten über diese Zusammenhänge aufgeklärt werden.
Es solle immer wieder dargestellt werden, dass es sich eben nicht vordergründig um ein Verteilungsproblem handele, sondern um ein Einnahmeproblem.
Notfalldienstregelungen vor Ort stellen die notwendige Akutversorgung sicher.
Kontakt: Dr. Werner Hessel, 03366/21517
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